Wenn Sie in Solingen oder dem Bergischen Land eine Altbau-Fassade sanieren möchten, stehen Sie vor besonderen Herausforderungen. Das feucht-milde Klima und der hohe Altbaubestand im Bergischen Städtedreieck erfordern eine durchdachte Vorgehensweise, die über einen einfachen Neuanstrich hinausgeht. Die richtige Abdichtung der Fassade ist entscheidend, um Feuchtigkeitsschäden und deren kostspielige Folgen wie Schimmelbildung oder einen erhöhten Energieverbrauch zu vermeiden. Oftmals liegt die Ursache für wiederkehrende Probleme in einer unzureichenden bauphysikalischen Betrachtung. Moderne Ansätze wie die Hygrotherm-Technologie bieten hier eine dauerhafte Lösung, indem sie die Feuchtigkeit in der Bausubstanz aktiv regulieren, anstatt sie nur oberflächlich zu bekämpfen [1]. Bei komplexen Schadensbildern, insbesondere an denkmalgeschützten Objekten, ist die Konsultation eines regionalen Experten für trockene Bauwerke unerlässlich, um die Bausubstanz nachhaltig zu schützen [2].
Warum eine Fassadensanierung immer wieder ansteht
Eine Fassade ist mehr als nur die optische Hülle eines Gebäudes. Sie ist die primäre Schutzschicht gegen Witterungseinflüsse. Gerade im Bergischen Land mit seinen häufigen Niederschlägen und der hohen Luftfeuchtigkeit wird die Fassade stark beansprucht. Wiederkehrende Probleme wie Abplatzungen, Risse, Algenbefall oder Durchfeuchtungen sind oft Zeichen dafür, dass die gewählte Sanierungsmethode die bauphysikalischen Ursachen nicht behebt. Ein einfacher Anstrich oder eine konventionelle Abdichtung der Fassade reicht oft nicht aus, um den Feuchtehaushalt im Mauerwerk dauerhaft zu regulieren.
| Wirkmechanismus | Funktionsweise | Vor- und Nachteile |
|---|---|---|
| Physikalisch/Natürlich | Kapillaraktive und diffusionsoffene Systeme (z.B. Hygrotherm-Technologie) nehmen Feuchtigkeit auf, speichern sie zwischen und geben sie bei trockener Witterung wieder ab. Die Wandoberfläche bleibt trocken und warm. | Vorteile: Dauerhafte Lösung, energieeffizient, schimmelpräventiv, nachhaltig. Nachteile: Höhere Anfangsinvestition als bei reinen Anstrichen. |
| Chemisch | Biozide und fungizide Zusätze in Farben und Putzen töten Algen und Pilze ab. Hydrophobierende (wasserabweisende) Schichten sollen das Eindringen von Wasser verhindern. | Vorteile: Kurzfristig saubere Oberfläche. Nachteile: Wirkstoffe waschen sich aus und belasten die Umwelt, keine Lösung der Ursache, oft nur wenige Jahre wirksam. |
| Konventionell | Acrylat- oder silikonharzbasierte Anstriche bilden eine dichte, wasserabweisende Haut. Starre Zementputze werden zur Abdichtung der Fassade eingesetzt. | Vorteile: Günstig in der Anschaffung. Nachteile: Sperren Feuchtigkeit im Mauerwerk ein, können bei kleinsten Rissen zu massiven Schäden führen, nicht diffusionsoffen. |
Die Experten von Bauwerkpro.de empfehlen klar den physikalischen Ansatz. Eine Fassade muss atmen können, um langfristig trocken und intakt zu bleiben. Die Abdichtung einer Altbau-Fassade gelingt nur, wenn der Feuchtetransport nach außen funktioniert.
Die richtige Vorgehensweise bei der Fassadensanierung
Eine erfolgreiche Fassadensanierung, insbesondere bei Altbauten wie sie in Solingen-Gräfrath oder Wuppertal-Elberfeld häufig zu finden sind, folgt einem klaren Plan. Zuerst muss der Untergrund sorgfältig geprüft und vorbereitet werden. Lose Putzteile müssen entfernt und Risse fachgerecht verschlossen werden. Eine gründliche Reinigung, idealerweise mit Heißdampf, entfernt Schmutz und biologischen Bewuchs. Anstatt nun auf eine konventionelle Grundierung und Farbe zu setzen, die die Poren verschließt, sollte ein diffusionsoffenes System gewählt werden. Das Long-Life-Fassaden-System von SMART-KLIMA bietet hier eine durchdacht Lösung. Nach der Reinigung und Grundierung wird eine infrarotwirksame Fassadenbeschichtung wie SMART-COLORS AB aufgetragen. Diese sorgt dafür, dass die Fassade schneller abtrocknet und sich die Oberflächentemperatur erhöht, was Algen und Pilzen die Lebensgrundlage entzieht – ganz ohne Gift. Bei Bedarf kann auch eine biologische Fassadenreinigung mit GreenAway als präventiver Schutz dienen.
Technische Lösungen für eine langlebige Fassade
Das Herzstück einer modernen Fassadensanierung ist die bereits erwähnte SMART-COLORS AB Außenfarbe. Diese Beschichtung basiert auf der QCM HygroTherm® Technologie und ist mehr als nur ein Anstrich. Sie ist eine phasenwechselnde Fassadenbeschichtung, die aktiv den Feuchtehaushalt reguliert. Durch eine mikrofeine Schwamm-Matrix wird die Oberfläche der Fassade um das 400-fache vergrößert. So kann anfallende Feuchtigkeit (z.B. Tauwasser am Morgen) aufgenommen und die darin enthaltene Energie gespeichert werden. Tagsüber wird die Feuchtigkeit wieder an die Umgebungsluft abgegeben. Das Ergebnis ist eine permanent trockene und somit wärmere Fassade. Dies verbessert nicht nur den U-Wert und spart Heizkosten, sondern verhindert auch zuverlässig Algen- und Pilzbefall. Selbst bei dunklen Farbtönen auf Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) bleibt die Fassade stabil, da die Technologie die thermische Belastung reduziert.
Wann Sie einen Experten in Solingen & Umgebung brauchen
Nicht jede Fassadensanierung ist ein Do-it-yourself-Projekt. Insbesondere bei größeren Rissen, Abplatzungen oder wenn bereits Feuchtigkeit ins Innere des Gebäudes eingedrungen ist, sollten Sie unbedingt einen Fachmann hinzuziehen. Im Umkreis von ca. 30 km um Solingen, also auch in Remscheid, Wuppertal, Hilden, Langenfeld, Leichlingen und Düsseldorf, stehen Ihnen spezialisierte Betriebe zur Seite.
Die bloße optische Beseitigung von Fassadenschäden wie Rissen oder Algenbefall ist reine Symptombekämpfung. Ohne eine genaue Analyse der Feuchtigkeitsursachen und ein darauf abgestimmtes Sanierungskonzept wird das Problem nach kurzer Zeit wiederkehren und oft sogar größere Folgeschäden verursachen.
Ein regionaler Experte für Trockene Bauwerke kann den Zustand Ihrer Fassade genau analysieren und eine nachhaltige Lösung empfehlen, die den Wert Ihrer Immobilie langfristig sichert.
Häufig gestellte Fragen
Quellen
- [1]Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, "Untersuchung des feuchteregulierenden Potenzials von Innenbeschichtungen", Prüfbericht P06-089, 2019.
- [2]WTA-Merkblatt E-8-1 "Beurteilung und Instandsetzung von gerissenen Putzen an Fassaden", Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.
- [3]"Leitfaden zur Fassadensanierung", Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz.
- [4]Energieeinsparverordnung (EnEV) – Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden.
- [5]"Fassadenschutz und Fassadengestaltung", Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade.
- [6]www.bauwerkpro.de/leistungen/fassadensanierung/



